Trip Lee – The Waiting Room

In Highlights der Woche, Rap/HipHop von Stefan

Künstler: Trip Lee
Album: The Waiting Room
Release: 09.12.2016

Die Wartezeit ist vorbei: Endlich beschenkt uns Trip Lee mit neuer Musik! Nach seinem letzten Release, dem erfolgreichen Studioalbum „Rise“ (2014), können wir uns nun über das Mixtape „The Waiting Room“ freuen.

Die beiden Singles „Too Cold“ und „Billion Years“ (ft. Taylor Hill) lassen dabei hohe Erwartungen aufkommen. Klanglich ist man verleitet zu vermuten, dass es sich nicht um ein Mixtape, sondern um ein Album handelt. Sowohl die hohe Qualität der Produktionen durch Szenengrößen, wie zum Beispiel Trip Lee’s jahrelangem Kollaborateur GAWVI oder Schwergewichten wie 42 North oder Dirty Rice, als auch das überaus saubere Mixing und Mastering geben dem Ganzen einen überzeugenden Album-Sound. Stilistisch reichen die Instrumentals vom schnelleren Intro „Clouds“ über das fetzige, elektronische „Too Cold“ bis hin zum, für Hip Hop im ungewöhnlichen 6/8-Takt gehaltenen, „Longer“. Komplettiert wird die feine Mischung durch das dynamische und emotionale, aber dennoch von einem starken Trap-Beat unterlegte „Billion Years“.
Alles in allem entsteht ein variantenreicher, aber durchgehend positiver Vibe.
Zur Namensgebung des Tapes meint der Pastor/Rapper/Autor von Label Reach Records, dass das Leben im Prinzip aus Wartezeiten besteht. Die Größte von allen ist, als Christ, natürlich das Warten auf die Wiederkunft von Jesus. Doch das ist nur eine der Wartezeiten, die Trip behandelt. Er selbst leidet bspw. unter einem chronischen Erschöpfungssyndrom, welches ihn in den meisten Lebensbereichen beeinträchtigt. Im Track „Longer“ (ft. India Shawn) nimmt er dazu Stellung. Die Nummer „Still Unashamed“, auf der Labelkollege Tedashii zu Gast ist, dürfte wohl endgültig die nicht abreißenden Gerüchte einer Auflösung der 116 Clique, welche aus ihm und seinen Labelkollegen besteht, beenden. Deep wird es auch, wenn Trip etwa den Tod seines Vaters behandelt („Ready“) oder grundsätzlich zu Gott nach Veränderung ruft („Idk“).

Als Resümee kann man sagen, dass dieses Tape sehr gut gelungen ist und in Puncto von Trips typisch flüssigem Flow, sowie schlauen Bars, nichts zu wünschen übrig bleibt. Er selbst hat auch unlängst angekündigt, dass man sich begründete Hoffnungen auf ein baldiges Album machen darf. Sehr Gut! Denn bei „The Waiting Room“ bekommt man richtig Gusto auf mehr.

Hier die Audio’s zu den beiden erwähnten Singles „Billion Years“ (feat. Taylor Hill) und „Too Cold“:

 

PS: Diese exklusive Gast-Review wurde uns Johannes Gerwinat zur Verfügung gestellt. DoubleMBC sagt DANKE!

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Das war die Review von Trip Lee – The Waiting Room

Höre dir nun "The Waiting Room", erschienen am 09.12.2016, auf deiner Plattform an.

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