Twenty One Pilots – Trench

In Highlights der Woche, Pop/Rock, Rap/HipHop, Sonstiges von Stefan

Ihr letztes (viertes) Album „Blurryface“ wurde ĂŒberraschend zum absoluten Welterfolg und verhalf dem aufgehenden Stern von Twenty One Pilots mit einem Satz an die Position des Polar- bzw. Nordsterns. Beispielsweise ist es das erste Album ĂŒberhaupt gewesen, bei dem jeder einzelne Song Gold RIAA zertifiziert wurde! Auch hier in Deutschland lief ĂŒber die Jahre gefĂŒhlt jedes zweite Lied des Albums in Dauerschleife durch die populĂ€rsten Radiosender. Einen solchen Erfolg kann man unmöglich noch toppen.

Mit Trench kommt nun also das Nachfolgealbum des absoluten Mega-Erfolgs. Als wĂŒrde das Duo den dem Versuch, Blurryface toppen zu wollen, gar nicht erst nachgeben, liefert ihr fĂŒnftes Album ein sehr zusammenhĂ€ngendes Konzeptalbum in der Frontman Tyler Joseph eine komplexe und bildhafte Geschichte rund um eine fiktive Stadt namens Dema, die sich in der ebenfalls fiktiven Welt namens Trench (Albumtitel) befindet. Darin geht es anschließend um Versuche, der Stadt und den dort herrschenden 9 Bischöfen zu entfliehen. Eine Deutung der komplexen Texte mag man sich gar nicht zumuten, doch gibt es immer wieder Hinweise, dass an gewissen Stellen relativ naheliegende Anspielungen an den Heiligen Geist bzw. die WaffenrĂŒstung Gottes (Epheser 6) aufkommen.

Musikalisch lassen sich Twenty One Pilots (TØP) wie gewohnt nicht in die Karten schauen und wissen ein um’s andere Mal zu ĂŒberraschen und brechen jegliche Genre-Grenzen! Erneut beweist das Duo, dass das Folgen einer klaren Songstruktur (Strophe, Chorus, Strophe, etc.) nicht zwanghaft nötig ist, um grandiose OhrwĂŒrmer zu produzieren. So verschachtelt die Texte und gesamte Story auch sein mag, steht der musikalische Aufbau und die KomplexitĂ€t der Melodien und Strukturen den Texten in nichts nach.

Trench mag nicht unbedingt mit Blurryface vergleichbar sein und die einzelnen Lieder außerhalb ihres Kontextes nicht so perfekt funktionieren wie beim VorgĂ€nger, doch ist Trench in sich eine erkennbare Weiterentwicklung in vielen Bereichen und wirkt deutlich erwachsener bzw. ernsthafter als vorherige TØP Alben.

TØP werden wohl nie das typische Bild einer christlichen Band darstellen, doch weben sie zahlreiche Andeutungen auf ihren persönlichen Glauben und die entsprechenden Werte sowie eine durchweg positive, ermutigende Grundaussage in teilweise eher dĂŒster wirkenden Songs ein – und das mit gigantischem Erfolg!

Ganze vier Musikvideos wurden bisher zum Album veröffentlicht. Teilweise mit Bezug zur ĂŒbergeordneten Story (Jumpsuit, Levitate und Nico And The Niners), teilweise auch losgelöst davon (My Blood):

Twenty One Pilots – Trench

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